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Studierende gegen israelische Verbrechen

Berliner Hertie-Studentenvertretung stellt sich hinter Boykottkampagne BDS. Der private Stiftungsrat droht mit Konsequenzen

Matthias Monroy

Die Studierendenvertretung der privaten Hertie School in Berlin hat eine Resolution verabschiedet, in der sie die internationale Boykott-, Desinvestitions- und Sanktionskampagne gegen Israel (BDS) sowie die palästinensische Kampagne für den akademischen und kulturellen Boykott Israels unterstützt. Der Beschluss sei mit über 90 Prozent Zustimmung gefasst worden, heißt es in einer Mitteilung vom vergangenen Donnerstag. Elf der zwölf gewählten Vertreter*innen sollen dafür gestimmt haben, Gegenstimmen gab es nicht.

Es ist die erste Vertretung an einer deutschen Hochschule, die sich offiziell hinter die Kampagnen gegen israelische Verbrechen stellt. Die Hertie-Studierenden grenzen sich damit auch vom bundesweiten Dachverband FZS ab, der sich etwa zum Gaza-Krieg deutlich gegen antiisraelische Kritik aussprach und sogar die Auflösung von Protestcamps an deutschen Hochschulen guthieß.

Die Resolution der Hertie-Studierendenvertretung sieht vor, dass Finanzmittel, über die die studentische Vertretung verfügt, künftig nicht mehr für Veranstaltungen oder Maßnahmen eingesetzt werden, die mit Institutionen in Verbindung stehen, denen Menschenrechtsverletzungen in den besetzten palästinensischen Gebieten zugeschrieben werden. Gefordert wird auch die Einsetzung eines Prüfungsausschusses, der bestehende Finanzbeziehungen der Hochschule untersuchen und entsprechende Empfehlungen erarbeiten soll…

Vollständiger Beitrag – Neues Deutschland (nd) – 09.03.2026