Die Normalisierung von Massenmord
Von Yossi Bartal
Der taz-Journalist Nicholas Potter weist in einem Beitrag den Völkermord-Vorwurf gegen Israel zurück – mit selektiven Zahlen und fragwürdigen Quellen. Potters Beitrag steht exemplarisch für die Haltung vieler deutscher Medien, die sich der Verantwortung entziehen, Gewalt nicht zu legitimieren.
Ebenfalls am 9. März erschien auf der Website der taz ein Artikel mit dem Titel »Definitionsmacht eines Genozids« – verfasst von Nicholas Potter, seit Juli 2024 Redakteur für Gesellschaft und Medien bei dem Blatt. Im sogenannten Kommentar, der es nicht in die Printausgabe schaffte, wird argumentiert, die Vorwürfe eines israelischen Genozids in Gaza seien »haltlos« und dienten lediglich einem »antiisraelischen Bauchgefühl« sowie der Rechtfertigung von Hass. Wer in diesem Konflikt genozidale Absichten verfolge, sei allein die Hamas. Sogar die hohe Todeszahl palästinensischer Zivilisten sei von der Organisation gewollt, um »Israel unter Druck zu setzen«…
Vollständiger Beitrag – taz – 03.04.2025

