Allianz-Konzern: Gaza-Protest auf Hauptversammlung
In München weist die Kampagne »No Alliance with Genocide« auf Verstrickungen des Versicherers in die israelische Rüstungsfinanzierung hin!
Aktivist*innen der Kampagne »No Alliance with Genocide« (Keine Allianz mit Völkermord) haben am Donnerstag die Hauptversammlung der Allianz in München gestört. »Ihr finanziert Milliardensummen, die den Völkermord in Gaza ermöglichen«, rief eine Demonstrantin in der Olympiahalle. Begleitet wurde der Protest von einer Kundgebung vor dem Veranstaltungsort.
Trotz des Waffenstillstands seit Oktober bombardiere das israelische Militär den Gazastreifen weiterhin täglich, erklärte eine Rednerin. Zudem erreiche bislang viel zu wenig humanitäre Hilfe das Gebiet, die Blockade bestehe fort. »Bis heute finanziert Allianz diese Maschine«, lautete der Vorwurf.
Die Kampagne veröffentlichte im vergangenen Jahr eine Recherche zu den Verbindungen der Allianz zur israelischen Militärfinanzierung. Ein entsprechendes Factsheet liegt »nd« vor. Demnach spielt der Versicherungskonzern eine wichtige Rolle bei der Finanzierung des israelischen Militärhaushalts. Seine US-Tochter Pimco soll zwischen 2022 und 2024 Staatsanleihen im Wert von fast 930 Millionen Euro gekauft haben, die zur Finanzierung des stark steigenden Militärbudgets ausgegeben wurden. Ähnliche Angaben finden sich auch im 39-seitigen Bericht »Ökonomie des Genozids« der UN-Sonderberichterstatterin für die palästinensischen Gebiete, Francesca Albanese…
Vollständiger Beitrag – nd JOURNALISMUS VON LINKS – 07.05.2026

