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Untersuchung: Anti-palästinensischer Rassismus auf dem Vormarsch

Von Leon Wystrychowski

Berliner Antidiskriminierungsreport erfasst seit Oktober 2023 erstmals Palästinenserfeindlichkeit als gesonderte und „besonders ausgeprägte Form rassistischer Diskriminierung“ – am Arbeitsplatz, auf der Straße und im Alltag. Betroffene berichten von Verboten kultureller Symbole, beruflichen Konsequenzen und staatlichem Druck, während Medien und Politik zur weiteren Stigmatisierung beitragen. Leon Wystrychowski ordnet die Befunde und ihre politischen Implikationen ein.

2003 wurde das Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin (ADNB) gegründet, das seither fast jedes Jahr Berichte über verschiedene Formen von Diskriminierung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit herausgibt. Im Dezember vergangenen Jahres stellte das Netzwerk seinen Antidiskriminierungsreport 2023/24 vor. Dabei kommt es zu dem Schluss, dass in den beiden untersuchten Jahren vor allem die Zahl rassistischer Anfeindungen gestiegen sei, und zwar um rund 20 Prozent. Dabei seien „besonders anti-muslimischer und anti-Schwarzer Rassismus deutlich vertreten“.

Anti-palästinensischer Rassismus: neu, aber ausgeprägt

Wie das ADNB feststellt, geht anti-palästinensischer Rassismus häufig „einher mit anti-muslimischem Rassismus“. Trotzdem habe man seit Oktober 2023 „neue rassistische Konstruktionen beobachtet, die Bezug zu Palästina haben“. Daher habe man sich entschlossen, „anti-palästinensischen Rassismus als eigenständige Form rassistischer Diskriminierung sowie Fälle mit Palästina-Bezug“ gesondert als solche zu erfassen. Ganz so neu ist antipalästinensischer Rassismus in Deutschland zwar nicht, aber Organisationen und Institutionen haben diese Kategorie bislang nicht genutzt

Vollständiger Beitrag – etos.media – 26.03.2026