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Humanitäre Hilfe in Gaza gefährdet - Israelische Regierung kündet Lizenzentzug für Hilfsorganisationen an...
2. März 2026
Israelische Regierung kündet Lizenzentzug für Hilfsorganisationen an, darunter viele renommierte deutsche Hilfswerke
2. März 2026, 19:00 - 20:30
Die humanitäre und medizinische Situation im Gazastreifen ist weiterhin katastrophal. Hundertausende, die immer noch in Zelten leben, sind im Winter Kälte, Regen und Schnee ausgesetzt. Mehrere Kleinkinder sind erfroren.
Anica Heinlein, VENRO Vorsitzende und Berliner Büroleiterin von CARE International, schildert die Situation vor Ort. CARE International betreibt u.a. Gesundheitseinrichtungen im Gazastreifen. Angefragt ist weiterhin CEO Clemens Graf von Mirbach-Harff von Malteser International in Köln. Gemeinsam mit dem Lateinischen Patriarchat von Jerusalem sind die Malteser ebenfalls aktiv in der humanitären Hilfe im Gazastreifen unterwegs.
Nun droht eine weitere Verschärfung der humanitären Lage. Die israelische Regierung hat angekündigt, die Lizenzen für 37 humanitäre Hilfsorganisationen in Gaza, dem Westjordanland und Israel aufzuheben. Davon betroffen sind neben CARE auch Ärzte ohne Grenzen, Caritas International, Oxfam u.a. Die palästinensische Journalistin Nour Aboaisha aus Gaza bezeichnet diese Hilfsorganisationen als unverzichtbare Lebensader für Gaza. Ihre Arbeit zu verhindern, ist ein erheblicher Rückschlag für jegliche humanitären Bemühungen und gefährdet das Leben von Zivilist:innen, insbesondere von Kindern, Kranken und Verletzten. Mehrere europäische Regierungen haben gegen den Entzug der Lizenzen protestiert, nicht so die Bundesregierung.
🎙️ Referierende:
Anica Heinlein, CARE International, Büroleiterin Berlin, Co-Vorsitzende von VENRO
Clemens Graf von Mirbach-Harff, Malteser International e.V. (angefragt)
🔗 Kooperationsveranstaltung des Ev. Forum Bonn und des Partnerschaftsvereins Bonn – Ramallah e.V. www.bonn-ramallah.de
