Palästinensische Journalisten unter Beschuss fordern weltweite Solidarität

Dutzende palästinensische Journalisten werden weiterhin von der israelischen Besatzung festgehalten, da das israelische Militär am Mittwoch, dem 8. August, die Freilassung von vier palästinensischen Journalisten verweigert hat, die letzte Woche festgenommen wurden. Palästinensische Journalisten haben auf internationale Solidarität gedrängt, um die Betroffenen für ihre Berichterstattung über die Verbrechen der israelischen Besatzung freizulassen.

Das Militärgericht in Ofer hat vier Journalisten von Al-Quds TV – Alaa Rimawi, Mohammed Sami Alwan, Qutaiba Hamdan und Husni Anjas – gegen Kaution freigelassen; die Militärstaatsanwaltschaft verweigerte jedoch ihre Freilassung und sagte, sie werde die Entscheidung an ein höheres Militärgericht weiterleiten.

In einer gemeinsamen Erklärung vom Montag, dem 6. August, sagten die vier, dass “die Besatzung eine Politik der Einschüchterung und der psychologischen Folter gegen uns in langen Verhörsitzungen praktiziert”, und sagten, dass die Verhöre sich auf die Rolle der Medien im besetzten Palästina und den Inhalt der Mediensendungen konzentrieren. Sie sagten, das Ziel ihrer Verhaftung sei es, “die palästinensischen Medien zum Schweigen zu bringen und sie durch eine Politik der Inhaftierung zu brechen”. Sie forderten internationale Aktionen von Journalist*innenverbänden und juristischen Organisationen zur Bekämpfung anhaltender israelischer Verletzungen der Rechte palästinensischer Journalist*innen.

Rimawi hatte zuvor einen sechstägigen Hungerstreik aus Protest gegen seine journalistische Inhaftierung durchgeführt. Er und seine Kollegen wurden aus ihren Häusern im Ramallah-Gebiet bei Razzien vor der Morgendämmerung festgenommen, und er startete sofort nach seiner Verhaftung einen Hungerstreik, den er am Samstag, dem 4. August, auf Anraten seines Anwalts einstellte.

Die Zahl der inhaftierten palästinensischen Journalist*innen stieg am 6. August auf 23, nachdem Ibrahim Rantisi aus seiner Heimatstadt Rantis bei Ramallah entführt wurde. Zu den inhaftierten Journalisten gehören: Mahmoud Musa Issa, Ahmad Hassan al-Saifi, Bassam al-Sayeh, Hammam Hantash (in Administrativhaft ohne Anklage oder Prozess), Musab Said, Radwan Qutani, Istabraq Tamimi (Journalismusstudent an der Bir Zeit Universität), Ola Marshoud (Journalismusstudent an der An-Najah Universität), Yassin Abu Lefah (in Administrativhaft ohne Anklage oder Prozess, Musa Salah Samhan (in Administrativhaft ohne Anklage oder Prozess gehalten), Musa Qadamani, Osama Shaheen ((in Administrativhaft ohne Anklage oder Prozess, Direktor des palästinensischen Gefangenenzentrums für Studien) Mahmoud Asida, Ahmad al-Arbid, Yousef Shalabi, Suzan Owawi (immer noch im Verhör), Lama Khater (immer noch im Verhör), Alaa Rimawi, Qutaiba Hamdan, Mohammed Alwan, Husni Anjas, Mohammed Anwar Mona und Ibrahim Rantisi, die in den ersten Augusttagen festgenommen wurden.

Dutzende von Journalisten protestierten am 8. August in Nablus im Zentrum der Stadt und trugen palästinensische Flaggen und Zeichen gegen Besatzungsangriffe auf palästinensische Journalist*innen.

Das Samidoun Palestinian Prisoner Solidarity Network schließt sich der Forderung palästinensischer Journalist*innen nach mehr globaler Solidarität gegen die anhaltenden Angriffe der israelischen Besatzung an. Von der Internationalen Föderation der Journalisten bis hin zu Reporter ohne Grenzen haben internationale Stimmen, die sich mit den Menschenrechten von Reporter*innen befassen, eine Verantwortung, Palästinenser*innen zu verteidigen, die vor kolonialer Inhaftierung stehen, weil sie über die Realität von Apartheid, Kolonisierung und Ungerechtigkeit berichten. Die Inhaftierung palästinensischer Journalist*innen kann auch nicht von der Ermordung palästinensischer Journalisten wie Yaser Murtaja und Ahmad Abu Hussein in Gaza im Großen Marsch der Rückkehr getrennt werden.

Die Angriffe auf palästinensische Journalist*innen – einschließlich studentischer Journalist*innen – unterstreichen auch die Bedeutung des Boykotts gegen Israel, einschließlich des kulturellen und akademischen Boykotts. Solange die Palästinenser*innen – einschließlich der palästinensischen Journalist*innen – nicht frei sind, müssen der israelische Staat und die damit verbundenen Institutionen von Menschen aus Gewissensgründen und Menschenrechtsverteidiger*innen auf der ganzen Welt isoliert werden. Freiheit für alle palästinensischen Gefangenen – Freiheit für Palästina!

Dieser Artikel wurde von der Redaktion www.palaestina-solidaritaet.de übersetzt.

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