Gewalt des israelischen Angriffs auf Al Awda wird deutlicher – Hungerstreik – ‘Freedom’ ist unterwegs

Wir veröffentlichen diese Übersetzung eines Artikels der Freedom Flotilla Coalition, um auf die Ereignisse vor der Küste Gazas aufmerksam zu machen.


Da die meisten Teilnehmer*innen und Besatzungsmitglieder von Al Awda (The Return) aus ihrer unrechtmäßigen Inhaftierung im Gefängnis von Givon in Israel abgeschoben werden, haben wir jetzt ein klareres Bild davon, wie viel Gewalt von den israelischen Besatzungstruppen (IOF) bei ihrem Angriff auf das erste Freedom-Flottillenschiff am Sonntag angewendet wurde. Einige Teilnehmer*innen wurden wiederholt getasert, auch am Kopf. Andere wurden von IOF-Soldat*innen geschlagen oder mit dem Kopf gegen eine Wand geschlagen. Kabelbinder wurden so angelegt, dass die Zirkulation unterbunden wurde. Schon allein dass das alles irgendeinem Zivilisten passiert, ist ein Skandal. Dass das israelische Militär jedoch absichtlich eine gebrechliche, 69 -jährige, kleine schlanke Chirurgin und einen indigenen Ältesten verletzen würde, ist noch unerhörter.

Die offizielle IOF-Geschichte einer “ereignislosen Ankunft” ist eindeutig falsch und verschleiert eine äußerst unverhältnismäßige Reaktion: Es bestand keine Notwendigkeit, 12 Militärschiffe mit Hunderten von bewaffneten Soldat*innen gegen ein unbewaffnetes ehemaliges Fischerboot voller friedlicher Teilnehmer*innen, die sich Gewaltlosigkeit verpflichtet haben, einzusetzen. Mindestens zwei unserer unrechtmäßig inhaftierten Teilnehmer*innen begannen Hungerstreiks im Gefängnis, um gegen ihre Entführung auf See und die gesundheitschädigenden Haftbedingungen zu protestieren. Ja, die internationale Resonanz ist gedämpft.

“Es gibt eine auffällige Ähnlichkeit mit der Aufbringung der Arctic Sunrise durch russische Truppen im Jahr 2013″, beobachtet Phil Ball, britischer Aktivist und Bergsteiger, der 2013 an Bord des Greenpeace-Schiffes war und anschließend für zwei Monate in Russland inhaftiert wurde. “Aber in unserem Fall führte der internationale Aufschrei zu einem gewissen Maß an Gerechtigkeit. Hier haben wir ein weiteres unbewaffnetes ziviles Schiff, diesmal mit medizinischen Hilfsgütern, das aggressiv in internationalen Gewässern geentert wurde, und die Weltgemeinschaft reagiert nicht mit dem  gleichen Maß an Verantwortlichkeit.”

Besonders besorgniserregend ist das Schicksal der beiden Al Jazeera-Journalisten von der Al Awda, die zu den letzten gehören, die noch immer unrechtmäßig inhaftiert sind und im Gefängnis von Givon in Israel festgehalten werden. Ihnen wurden ihre professionelle Ausrüstung, Dokumente, persönliches Eigentum und Geld gestohlen, während sie von israelischen Streitkräften festgehalten wurden. Die Pressefreiheit wird von den israelischen Behörden angegriffen und erfordert unsere internationale Unterstützung, daher müssen wir alle die Pressefreiheit einfordern mit dem hashtag #DemandPressFreedom.

Angesichts der Tatsache, dass unser nächstes Flottillenschiff, das unter schwedischer Flagge fahrende Segelboot Freedom, bald Gaza mit mehr als dringend benötigten medizinischen Hilfsgütern (einschließlich #Gauze4Gaza) erreichen wird, ist es umso wichtiger, das international anerkannte Recht auf friedliche Überfahrt auf hoher See zu bekräftigen. Wir fordern alle nationalen Regierungen und internationalen Organisationen auf, von den israelischen Streitkräften die Achtung der persönlichen Integrität aller an Bord des Segelschiffes Freedom zu fordern und wir fordern Pressefreiheit (#DemandPressFreedom) für Journalist*innen an Bord und den Schutz ihre Ausrüstung und ihrer Berichte.

Für weitere Informationen oder Interviews wenden Sie sich bitte an unsere Pressesprecher: https://jfp.freedomflotilla.org/media-room-2


Freedom Flotilla to Gaza "Intercepted"

Excellent report on the Freedom Flotilla's history and how activists bound for Gaza with supplies intent on breaking the siege has once again been stopped by Israeli forces. Deep appreciation for their activism and braveryReport by Al Jazeera English https://www.youtube.com/watch?v=5cP4w4LrbIg

Gepostet von Jewish Voice for Peace am Mittwoch, 1. August 2018

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