Ergreift Maßnahmen, um Khalida Jarrar zu befreien! 30. Juni – 2. Juli, organisiert euch für die Freiheit

Ergreift Maßnahmen: Unterschreibt die Petition jetzt – http://bit.ly/FreeKhalidaJarrar

Call to Action | Take Action | Campaign Materials

Die palästinensische Führerin Khalida Jarrar, eine linke, feministische Parlamentarierin, die von der israelischen Besatzung inhaftiert wurde, ist seit dem 2. Juli 2017 ohne Anklage oder Gerichtsverfahren inhaftiert. Als ihre Freunde, Familie und Genoss*innen auf ihre Freilassung warteten, wurden sie am 14. Juni darüber informiert, dass ihre Administrativhaft zum dritten Mal für weitere vier Monate verlängert worden war. Ergreift Maßnahmen, um die sofortige Freilassung von Khalida Jarrar und ihren palästinensischen Mitgefangenen zu fordern!

Während die Palästinenser*innen in Gaza im Großen Marsch der Rückkehr teilnehmen und in der Bewegung Lift the Sanctions auf die Straßen im Westjordanland gehen, verlängert die israelische Besatzung die Inhaftierung von Khalida Jarrar ohne Anklage oder Prozess, um diese starke, mächtige Führerin von den Straßen und von ihrem Volk fernzuhalten.

Die Erneuerung der Administrativhaft für Khalida soll am 2. Juli von einem israelischen Militärgericht genehmigt werden. Bevor diese Zustimmung erfolgt, ist es wichtig, dass die internationale Solidarität laut und deutlich gehört wird und ihre Freiheit fordert!

Khalida Jarrar ist langjährige Verfechterin der Freiheit palästinensischer Gefangener, stellvertretende Vorsitzende der Addameer Prisoner Support and Human Rights Association und ehemalige Exekutivdirektorin. Als Mitglied des Palästinensischen Legislativrates, gewählt als Teil des linken Abu-Ali-Mustafa-Blocks, der mit der Volksfront für die Befreiung Palästinas verbunden ist, ist sie Vorsitzende des Gefangenenausschusses der PLC.

Sie ist auch eine unverblümte Führerin im Kampf, israelische Beamte für Kriegsverbrechen vor dem Internationalen Strafgerichtshof zur Rechenschaft zu ziehen. Sie ist Mitglied einer palästinensischen Kommission, deren Aufgabe es ist, vor dem internationalen Gerichtshof Beschwerden und Akten über laufende israelische Verbrechen gegen das palästinensische Volk einzureichen, von Angriffen auf Gaza über Landbeschlagnahme und Siedlungsbau bis hin zu Massenverhaftungen und Inhaftierungen.

Es ist nicht das erste Mal, dass sie verhaftet und verfolgt wird. Im Jahr 2014 widersetzte sie sich – und besiegte – einem israelischen Versuch, sie gewaltsam aus ihrem Elternhaus in El-Bireh nach Jericho zu verlegen. Nur neun Monate später, im April 2015, wurde sie von israelischen Besatzungstruppen festgenommen und zu Administrativhaft, Inhaftierung ohne Anklage oder Gerichtsverfahren verurteilt. Nach einem weltweiten Aufschrei wurde sie vor israelische Militärgerichte gebracht und musste sich 12 Anklagen wegen ihrer politischen Tätigkeit stellen, von Reden bis hin zur Teilnahme an Veranstaltungen zur Unterstützung palästinensischer Gefangener.

Nach ihrer Freilassung im Juni 2016 nahm sie ihre führende Rolle in der palästinensischen Befreiungsbewegung wieder auf, um am 2. Juli 2017 erneut festgenommen und erneut ohne Anklage und ohne Gerichtsverfahren ins Gefängnis geworfen zu werden. Ihre Administrativhaft wurde bereits im Dezember 2017 um weitere sechs Monate verlängert, und es ist klar, dass die israelische Besatzung nicht die Absicht hat, Khalida, eine der Führer*innen unter den 6.200 palästinensischen Gefangenen (darunter fast 500 Administrativ-Häftlinge) in israelischen Gefängnissen, freizulassen.

Sie boykottiert zusammen mit ihren Mitgefangenen in Administrativhaft die israelischen Militärgerichte, die ihre Militärhaftbefehle abstempeln. Sie fordern ein Ende der Praxis der Administrativhaft, die zunächst durch das britische Kolonialmandat nach Palästina gebracht wurde, bevor sie von der zionistischen Besatzung übernommen wurde. Administrativhaftbefehle können für bis zu sechs Monate erteilt werden und sind unbegrenzt verlängerbar. Palästinenser*innen haben jahrelang ohne Anklage oder Gerichtsverfahren unter Administrativhaft verbracht.

Innerhalb des israelischen Besatzungsgefängnisses spielte sie eine führende Rolle bei der Unterstützung der Ausbildung der dort einsitzenden minderjährigen Mädchen, bei der Organisation von Klassen über Menschenrechte und bei der Überprüfung der obligatorischen Abiturprüfung, als die Gefängnisbehörde den Mädchen eine Lehrer*in verweigerte.

Wir wissen, dass die Anhörung vor dem israelischen Militärgericht eine Täuschung ist. Aber es ist wichtiger denn je, dass unsere Stimmen gehört werden und unsere Taten während der nächsten Woche sichtbar werden, um Freiheit für Khalida Jarrar zu fordern. Proteste werden bereits in New York und anderswo auf der Welt organisiert. Schließt euch uns an und handelt!

Werdet aktiv:

1. Unterschreibt die Petition: Khalidas Inhaftierung ohne Anklage oder Gerichtsverfahren anprangern. Unterzeichnet die Petition unter http://bit.ly/FreeKhalidaJarrar, um euren Namen hinzuzufügen.

2. Organisiert einen Protest, eine Demonstration oder eine andere Versammlung oder Veranstaltung zur Freilassung von Khalida Jarrar – besonders am 30. Juni, 1. Juli oder 2. Juli – und bringt Poster und Flyer über Khalidas Fall mit und protestiert oder schließt euch einem Protest mit diesen wichtigen Informationen an. Haltet eine Veranstaltung oder Diskussion ab oder nehmt Khalidas Fall in eure nächste Veranstaltung über Palästina und soziale Gerechtigkeit mit auf. Die nächstgelegene israelische Botschaft findet ihr hier: https://embassy.goabroad.com/embassies-of/israel. Schreibt uns an samidoun@samidoun.net oder kontaktiert uns auf Facebook, um uns über eure Aktion zu informieren!

3. Wendet euch an eure Parlamentsabgeordnete, Vertreter*innen oder Mitglieder des Europäischen Parlaments. Der Angriff auf Khalida ist ein Angriff auf die palästinensische parlamentarische Legitimität und den politischen Diskurs. Es liegt in der Verantwortung der Parlamentarier*innen, Israel unter Druck zu setzen, diesen Befehl zu annullieren.

4. Boykott, Desinvestition und Sanktionen. Israel für seine Verstöße gegen das Völkerrecht zur Rechenschaft ziehen. Kauft keine israelischen Waren und setzt euch dafür ein, Investitionen in Unternehmen zu beenden, die von der Besatzung profitieren. Erfahrt mehr auf bdsmovement.net.

Materialien zur Kampagne

Ladet die Poster/Flyer herunter:

Kampagnen-Flyer/Factsheet
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Kampagnen-Poster

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