Roger Waters ruft zum Boykott von Pop-Kultur Festival auf!

Auf seinen beiden Konzerten am 1. und 2. Juni 2018 in Berlin hat sich Roger Waters noch einmal eindeutig mit den unterdrückten Palästinenser*innen solidaririsiert und sich deutlich für die palästinensisch geführte BDS-Kampagne stark gemacht. Er kritisierte den neuen Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Felix Klein. Dessen Job ist es, den Antisemitismus hierzulande zu zerschlagen. Roger Waters kann sich ‚keine edlere Aufgabe vorstellen – denn Antisemitismus ist obszön und widerlich‘! Weil Felix Klein jedoch auch dazu beiträgt, die BDS-Kampagne zu kriminalisieren, klärt Roger Waters seine Fans darüber auf, wofür die drei Buchstaben BDS stehen: „es ist eine globale zivilgesellschaftliche Bewegung, steht für Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen und versucht, auf die israelische Regierung Druck auszuüben, damit sie anfängt, darüber nachzudenken, die Pariser Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 einzuhalten‘. Dafür engagiert sich die weltweite BDS-Bewegung, dass die Menschenrechte auch gegenüber den Palästinenser*innen einzuhalten sind. Die Kriminalisierung von BDS kann als Kriminalisierung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte missverstanden werden!

Roger Waters rief darüber hinaus alle Künstler*innen auf, dass diesjährige Pop-Kultur Festival in Berlin zu boykottieren, da es Geld von der israelischen Regierung annimmt.

Vor der Konzerthalle wurden die Besucher*innen von BDS Berlin und Aktivist*innen der internationalen BDS-Bewegung mit Flyern und Informationen begrüßt. Auf einem der Banner stand: „Roger supports BDS – We support BDS – How about you?“ Drei große Buchstaben zeigten den ankommenden Besucher*innen, in welcher Kampagne Roger Waters und wir uns engagieren. Eine Musikerin empfing die Besucher*innen des Konzerts mit eigener Musik, zu der wir tausende von Flugblättern verteilten.

In den Berliner Medien wurde die Rede von Roger Waters am ersten Abend und sein Einfordern der Menschenrechte auch für die Palästinenser*innen scharf attackiert. Es hätte einen Eklat gegeben und er hätte das Publikum mit einer Wutrede schockiert (Berliner Zeitung). Auch dem Journalisten des Tagesspiegel gefiel die Stellungnahme für die Einhaltung der Menschenrechte nicht und nennt Roger Waters einen „Stinkstiefel“. Als Gäste des Konzerts haben wir seine Rede zusammen mit tausenden anderer im Saal als einen Appell für die Einhaltung und Achtung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 verstanden, ‚die allen Menschen dieser Welt gilt, unabhängig ihrer Religion, Ethnizität und Nationalität‘ (RW, 2. Juni 2018).

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