Oldenburg: So 04.03.2018 Haben palästinensische Kinder Rechte?

„Haben palästinensische Kinder Rechte?“

Eine Rückblick auf die Veranstaltung im Rahmen der Israeli Apartheid Week (IAW) – 4.3.2018.
Unterstützt von: Internationales Fluchtmuseum e.V. und Deutsch-Palästinensische Gesellschaft, Oldenburg

Haben palästinensische Kinder Rechte? Zugegebenermaßen eine rhetorische Frage. Natürlich haben sie Rechte- wie alle anderen Kinder weltweit auch!
Aber die Antwort lautet zugleich: Nein, haben sie nicht. Nicht unter israelischer Herrschaft.
Am Sonntag fanden sich ungefähr 40-50 Besucher*innen ein, um sich über dieses Thema genauer zu informieren. Annette Groth, ehemalige Bundestagsabgeordnete der Partei DIE LINKE, referierte unter anderm aus ihrem gemeinsam mit Richard Falk (UN-Sondergesandter) und Norman Paech (Wissenschaftler für Völkerrecht) herausgegebenem Buch „Palästina – Vertreibung, Krieg und Besatzung“. In ihrem Beitrag arbeitete sie schwerpunktmäßig gerade die juristisch festgeschriebene Diskrimination seitens des Staates Israel zwischen unterschiedlichen Menschengruppen heraus- ein laut UN-Maßgabe klassisches Kriterium für die Bewertung als Apartheids-Staat.
Abed Schokry war direkt live aus Gaza zugeschaltet und gab in klaren und sehr sachlich-zurückgehaltenden Worten die unerträgliche Situation der Bevölkerung des Gazastreifens wieder.
Im Anschluss kam es zu einer angeregten Diskussion und Gespräch zu Aspekten wie den Kernforderungen, Methoden und Erfolgen von BDS, der palästinensischen Menschenrechtskampagne. Insgesamt eine runde Veranstaltung auf die wir in Zukunft aufbauen werden.

Vor dem Tagungsort hatten sich Apartheids-Sympathisanten versammelt und versucht, die Besucher der Veranstaltung zu provozieren und einzuschüchtern. Nachdem sie auch auf direkte Aufforderungen des Veranstalters nicht damit aufhörten, individuelle Fotos von Besucher*innen zu machen, wurden durch die Polizei ihre Personalien aufgenommen. Circa eine halbe Stunde nach Beginn der Veranstaltung wurde es den Protestierenden dann doch zu kalt und sie zogen samt Israel-Fahnen, Transparenten und ihrer fragwürdigen Gesinnung wieder ab.


Wann:
Sonntag, 04. März 2018 – 18:00 – 20:00 Uhr

Wo:
Auguststraße 57, 26121 Oldenburg

Ein Vortrag von Annette Groth.
Mit einem Skype-Beitrag von Dr. Abed Shokry, Gaza.

Wie ist die Situation von palästinensischen Kindern und Jugendlichen unter israelischer Herrschaft? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Vortragenden.

Annette Groth ist Entwicklungssoziologin und war acht Jahre lang Mitglied des Deutschen Bundestages. Sie war mehrjährig menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.

Abed Shokry hat 17 Jahre lang in Deutschland gelebt und promoviert, bevor er 2007 nach Palästina zurückkehrte. Er lehrt an der Universität Gaza City und verschickt regelmäßig Infobriefe zur Lage dort.

Die Veranstaltung wird unterstützt von:
Förderverein Internationales Fluchtmuseum e.V.
Deutsch-Palästinensische Gesellschaft DPG Oldenburg

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Wir legen Wert auf freien Austausch und kritische Diskussion.

Menschen, die durch rassistische Äußerungen, persönliche Beleidigungen, unendliche Ko-Vorträge und andere Störungen auffallen, können und werden des Raumes verwiesen. Bekannte Querulanten werden ggf. bereits vor der Veranstaltung abgewiesen.

Aufgrund der Störungen in der Vergangenheit wird der genaue Veranstaltungsort erst am Sonntag um 17:25 auf dieser Seite hier bekannt gegeben. Persönlich bekannte Menschen können diese Auskunft auch per Email einholen (BDSOldenburg2016@gmail.com).

Die Veranstaltung ist zum genannten Zeitpunkt gut von der Petersstraße/Innenstadt/Pferdemarkt zu erreichen. Wir bitten diese Sicherheitsmaßnahme zu entschuldigen.

#IsraeliApartheidWeek