Bonn-Bad Godesberg: Fr 17.11.2017 Israel/Palästina: Frieden oder Apartheid?

Wann:
Freitag, 17. November 2017 – 19:00 Uhr
Wo:
Evangelische Johanneskirche
Zanderstr. 51 | 53177 Bonn (Routenplaner)

 

Vortrag mit dem israelischen ICAHD-Gründer Jeff Halper

 

 

Liebe Freundinnen und Freunde,
sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchten wir Sie für den 17. November um 19:00 Uhr zu dem Vortrag “Israel/Palästina: Frieden oder Apartheid?” mit dem israelischen Anthropologen Jeff Halper in die evangelische Johanneskirche, in der Zanderstraße 51 in Bonn-Bad Godesberg einladen.
Jeff Halper ist Mitbegründer des “Israelisches Komitee gegen Hauszerstörungen” (ICAHD), das Palästinenser beim Wiederaufbau ihrer Häuser unterstützt, die zuvor von den israelischen Besatzern zerstört wurden, um die Palästinenser aus ihrer Heimat zu verdrängen.

Halper vertritt die Ansicht, dass der andauernde Ausbau der illegalen jüdischen Kolonien in den besetzten Gebieten im speziellen sowie die israelischen Völker- und Menschenrechtsverletzungen im allgemeinen das Haupthindernis für eine gerechte Lösung des Nahostproblems sind.

Nachdem alle politischen und diplomatischen Versuche gescheitert sind Israel zum Einlenken zu bewegen, fordert Halper die westliche Zivilgesellschaft dazu auf aktiv zu werden, gemeinsam mit den Palästinensern und den sie unterstützenden Juden in Israel.

Der Vortrag wird in *englischer Sprache* erfolgen, eine */Übersetzung in’s deutsche wird auf Wunsch/* angeboten.

Die Veranstalter sind der “Arbeitskreis Palästina/Israel” der evangelischen Johannes-Kirchengemeinde, das IPK e.V. sowie “FrauenWegeNahost”.

Darüber hinaus möchten wie Sie auf die Ausstellung *”Frieden ist möglich – auch für Palästina”* hinweisen, die vom 5. bis zum 19. November in den Räumen der Bonner Johanneskirche in der Zanderstrasse 51 gezeigt wird (Kontakt <mailto:nc-kercheha@netcologne.de>).

*Das “Israeli Committee Against House Demolitions” (ICAHD)*

Das 1997 gegründete “Israeli Committee Against House Demolitions” (ICAHD) ist eine gewaltfreie, praxisorientierte Organisation, die sich der Beendigung der israelischen Besatzung und der Erreichung eines gerechten Friedens zwischen Israelis und Palästinensern verschrieben hat. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich sein Aktivismus auf ein Schlüsselthema der Besatzung fokussiert: Israels Politik der Zerstörung palästinensischer Häuser (seit 1967 fast 50.000 in den OpT). Denn Hauszerstörungen sind wie kaum anderes Mittel dazu geeignet, den unmenschlichen, gegen die palästinensische Zivilgesellschaft gerichteten Charakter der israelischen Besatzung sichtbar zu machen, so wie auch die Notwendigkeit Israel dafür zur Verantwortung zu ziehen.

Seit seiner Gründung hat das ICAHD seine Aktivitäten auf vier Bereiche ausgedehnt:

1. Auf den Widerstand gegen den Abriss palästinensischer Häuser: ICAHD-Mitglieder blockieren Bulldozer, die zum Abriss von Häusern geschickt werden. ICAHD mobilisiert Israelis und Palästinenser, um zerstörte Häuser als Akt des politischen Widerstandes wieder aufzubauen. Dazu hat es in den letzten 20 Jahren fast 200 Häuser wieder aufgebaut.
2. Auf die Entwicklung einer Strategie zur Erreichung einer gerechten politische Regelung: ICAHD engagiert sich dazu in einer Reihe von Initiativen mit palästinensischen und israelischen Partnern, um einen praktikablen Plan für die Zukunft zu entwickeln, insbesondere um Wege zu finden, das Apartheidsregime, das Israel über dem ganzen Land errichtet hat in einen demokratischen Staat für alle Einwohner des Landes zu verwandeln.
3. Auf die Verbreitung von Informationen und Vernetzung: Als Israelis, die sowohl mit der israelischen Politik als auch mit den Realitäten “vor Ort” vertraut sind, sind ICAHD-Mitarbeiter in einzigartiger Weise in der Lage, kritische Einblicke in den Konflikt zu geben. ICAHD-Mitarbeiter treffen sich häufig mit Diplomaten, Journalisten, internationalen Aktivisten, Erkundungsmissionen und Vertretern der interessierten Öffentlichkeit und bieten sowohl Briefings als auch Führungen durch die OPT und Israel aus einer kritischen Perspektive an.
4. Auf die Bereitstellung von mündlichen und schriftlichen Berichten für die Vereinten Nationen auf der Grundlage der Erlangung des ECOSOC-Status sowie auf Einladungen zur Beteiligung an UN-Aktivitäten. Das ICAHD arbeitet dazu auch mit anderen Menschenrechtsorganisationen zusammen, um rechtlich gegen einzelne israelische Aktivitäten und Praktiken in besetzten palästinensischen Gebiet vorzugehen.

Zusammengefasst besteht ICAHDs Ziel in einem gerechten und nachhaltigen Frieden. ICAHD vertritt dazu die Position, dass die einzige Chance für eine funktionierende, politische Lösung in der vollen Gleichheit zwischen Palästinensern und Israelis in Palästina / Israel besteht, wobei ihre kollektiven und individuellen Rechte verfassungsmäßig garantiert werden müssen. Ein tragfähiger Frieden müsse darüber hinaus die Bedürfnisse aller in der konfliktreichen Region lebenden Völker nach Sicherheit, Würde, Freiheit und wirtschaftlicher Entwicklung einbeziehen.

 

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