Berlin: 03.02.2017 – Dokumentarfilm „Milliarden für den Stillstand: Die Rolle der EU im Nahost-Konflikt“

Wann:
Freitag, 3. Februar 2017
19:00 Uhr (Eintritt: 10 €)
Wo:
Ökumenisches Zentrum für Umwelt-, Friedens- und Eine-Welt-Arbeit e.V., Wilmersdorfer Str. 163, 10585 Berlin

Dokumentarfilm von Dr. Sabrina Dittus

Kaum irgendwohin fließen, pro Kopf gerechnet, solch hohe Summen an Hilfsgeldern wie nach Palästina. Seit den Oslo-Abkommen von 1993 und 1995 sind es weit über 25 Milliarden US-Dollar. Ihr Zweck: Unterstützung beim Aufbau eines unabhängigen demokratischen Staates Palästina, Seite an Seite und in Frieden mit Israel. Dieses Mantra wird seit 1993 wiederholt. Die EU ist der größte Geber für die Palästinensischen Gebiete.

Doch die Bilanz nach 20 Jahren ist desaströs. Ein Staat Palästina ist ferner denn je, die Situation in den besetzten Gebieten in vielerlei Hinsicht wesentlich schlechter als vor Oslo: Die wirtschaftliche Situation ist prekär, ein Viertel der Bevölkerung lebt in Armut. Nur 18% der Westbank stehen unter alleiniger palästinensischer Kontrolle.

Und die Menge an Wasser, die die Palästinenser in der Westbank aus eigenen Quellen fördern dürfen, ist nicht, wie im zweiten Oslo-Abkommen von 1995 vorgesehen, gestiegen, sondern gesunken. Trotz Milliarden an Gebergeldern, die in den Wassersektor geflossen sind. Deutschland ist der größte bilaterale Geber im Wassersektor. Nach 22 Jahren internationalerUnterstützung ist die Besatzung nicht beendet, sondern verhärtet.

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Unser Film untersucht europäische Geberpolitik und Hifsprojekte in den besetzten Gebieten. „Payer, no player“, Geldgeber, aber kein politischer Akteur, das ist mittlerweile ein geflügeltes Wort, wenn es um die Rolle der EU in Nah-Ost geht.

„Setzt der europäischen Heuchelei ein Ende“, fordert der ehemalige Sonderbeauftragte für den Nah-Ost-Friedensprozess, Miguel Moratinos. Ansonsten haben wir die große Chance auf Frieden sehr bald verpasst.

Veranstaltungsankündigung